Buch-Review: Leberkäs-Junkie

Eigentlich fallen die Eberhofer-Krimis von Rita Falk ja nicht unbedingt in mein lesetechnisches Beuteschema. Allerdings gibt es natürlich einige gute Gründe, warum man die ganze Buchreihe und nicht nur das neueste Exemplar Leberkäs-Junkie lesen sollte!

Warum ich die Eberhofer-Krimis von Rita Falk so mag!

Die Geschichte in den Büchern findet in München und im sehr ländlichen Umfeld der bayrischen Landeshauptstadt statt. Ich kenne also viele Orte, die in den Büchern vorkommen und so wirken die Storys für mich noch viel „realer“.

Der Schreibstil ist recht „bayrisch“. Soll heißen: Der Text ist so geschrieben, wie ein Ur-Bayer reden würde. Hier mal ein paar Beispiele:

„Gibt´s eigentlich nix Gescheites zum Essen?“
„Mei, ich weiß auch nicht. Wie soll ich sagen?“
„Ist kein Zucker mehr da, oder was?“
(Wobei ein Ur-Bayer wohl eher sagen würde: Is koa Zucker mehr do?) 😉

Deshalb lässt sich das Ganze sehr leichtgängig lesen und man schafft ein Buch an 1-2 Couchabenden!

Es geht ständig ums Essen! Man bekommt die Infos was es zum Frühstück gibt, zum Mittagessen, zum Abendessen und ob zwischendurch drei oder vier Leberkässemmeln mit oder ohne Kartoffelsalat gesnackt werden. Bei den vielen Beispielen bekomme ich immer Lust auf Schweinebraten, Wurstsalat oder auch einfach ein Weißwurstfrühstück. Im Leberkäsjunkie muss der Franz aufgrund seiner schlechten Blutwerte auf Leberkäs und Co. leider verzichten. Da gibt’s dann grüne Smoothies mit Kokosöl oder Gemüsepfanne. Aber es wird immer schön beschrieben, was er sich denn gerade gerne einverleiben möchte und auf das Leberkäs-Cordon-Bleu hätt ich jetzt schon Gelüste! (Dazu – und zur Curry-Gemüsepfanne – gibts übrigens hinten im Buch das Rezept!)

Leberkäsjunkie

Das Dorfleben: Kommissar Eberhofer wohnt in einem – zu bayrisch – Saukaff. Das Dorfleben ist gleichermaßen merkwürdig, amüsant und liebenswert.

Der Kriminalfall ist meistens eher ein Nebenplot und wird auch quasi „im Vorbeigehen“ gelöst. Nichts was einem nachts den Schlaf rauben würde, weil man unbedingt wissen will wer denn nun der Mörder ist. Vor allem im Leberkäsjunkie hätte man den Kriminalfall auf ca. 20 Seiten abhandeln können. Lediglich weil der Eberhofer ständig irgendwelche Zeugenbefragungen und Vernehmungen vergisst und stattdessen das Dorfleben und sein Privatleben beleuchtet werden, überdauert der Fall das ganze Buch. Macht das Ganze aber nicht weniger unterhaltsam!

ibook leberkäsjunkie

Wer liest noch Heimat-Krimis? Und welche?

Übrigens: Ich bin immernoch an meiner #kochbuchchallenge dran! Bei Insta könnt ihr verfolgen ob ich meine 5 Gerichte in 5 Tagen denn schaffe…

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