Pregnancy – my Hate-List

Der Titel klingt eventuell etwas harsch. Ursprünglich wollte ich auch eine Love- & Hate-List zusammenschreiben. Allerdings musste ich feststellen, dass meine Hate-List sehr viel länger ist. Sorry, ich gehöre wohl nicht zu den Damen, die die Schwangerschaft ganz grandios finden. Aber muss ja auch nicht. Wenns nach mir ginge, dann wäre der Zustand nach wenigen Tagen vorbei. Warum habe ich in meiner Hate-List zusammengefasst.

Pregnancy – my Hate-List

Aktuell befinde ich mich übrigens in der 23ten Woche und das Ende ist noch viel zu weit entfernt.

Pregnancy-Hate-List: Kleidung

Mittlerweile bin ich in einem Alter, in dem ich von mir behaupten möchte, dass ich meinen Kleidungs-Stil gefunden habe. In meinem Kleiderschrank befinden sich viele a-förmige Kleider, taillenhohe Röcke, High-Waist-Jeans und kurze Shirts und Pullis. Das ist eine relativ unvorteilhafte Auswahl, wenn es darum geht, dass sich der Bauchumfang vervielfacht. Die ersten High-Waist-Jeans haben in der 8ten Woche schon nicht mehr gepasst und ich bin aktuell mit der täglich Outfitwahl mehr als überfordert. Meist endet es mit Schwangerschaftsjeans und Shirt. Langweilig, aber ich habe auch keine große Lust viel Geld für aufwändige Outfits auszugeben, in denen ich trotzdem wie ein gestrandeter Wal aussehe. Die Schwangerschaftsjeans finde ich allerdings mega bequem!

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Pregnancy-Hate-List: Pickel

In der Hinsicht bin ich wohl etwas verzogen. Ich hatte eigentlich nie Pickel und auch die Pubertät ist in dieser Hinsicht absolut spurlos an mir vorbeigegangen. Umso erschreckender war die Feststellung, dass ich jetzt mit wunderschönen gelben und roten Pusteln v.a. auf dem Rücken – immerhin nur vereinzelt im Gesicht – gesegnet bin. Jetzt kann ich immerhin mitreden: Pickel sind echt scheiße! Aber immerhin pealt mir der Gatte meinen Rücken jetzt regelmäßig, das ist wiederum sehr angenehm.

Pregnancy-Hate-List: Essen

Dass man einige Dinge, wie z.B. rohen Fisch im Sushi nicht mehr essen darf war mir klar. Allerdings muss man bei so vielen Dingen essenstechnisch aufpassen! Rohes Ei ist natürlich tabu. Dass das heißt nicht selbst zubereitetes Aioli, Salatdressing, Mousse au Chocolat, Tiramisu oder generell viele Desserts nicht mehr essen zu können ist ziemlich anstrengend. Gerade wenn man im Urlaub ist oder auswärts isst, fallen viele Dinge auf der Speisekarte oder am Buffet einfach mal weg. Genauso wie mein geliebter Weich– oder Schimmelkäse. In Spanien hat mich der Verzicht auf luftgetrockneten Schinken wirklich extrem angenervt und Fleisch geht nur noch als durchgebratene Schuhsohle. Aber ich kann mich andererseits glücklich schätzen, dass der Zeitraum der Einschränkungen ja wirklich sehr begrenzt ist. Wenn ich aufgrund einer Intoleranz ein geliebtes Lebensmittel nicht mehr zu mit nehmen dürfte, dann wäre das um einiges schlimmer!

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Pregnancy-Hate-List: Schlecht sein

Das ist ein Punkt, den ich glücklicherweise überwunden habe. Aber wie so viele Frauen hat mich die ständige Übelkeit bis zur ca. 13ten Woche auch erwischt. Kleine Kekse zwischendurch haben mir da viel geholfen. Mein Job ist allerdings für Schwangerschaftsübelkeit wirklich suboptimal. Da kann man nicht einfach etwas später in die Arbeit gehen bis es evtl. wieder besser wird oder sich mal eben kurz ausruhen. Aber ich hab es gut durchgezogen und war tatsächlich nur zu Hause als ich eine Woche Grippe hatte. Ist übrigens ein grandioser Zustand in Kombination mit ständiger Übelkeit – nicht. Meine Geduld den Schülern gegenüber war in dieser Phase allerdings sehr gering.

Pregnancy-Hate-List: Liegeposition

Ich bin Bauchschläfer, ihr erkennt das Dilemma oder? Mittlerweile geht es ein bisschen auf dem Rücken zu schlafen und für die Seite habe ich das beste Tool überhaupt entdeckt. Kann ich übrigens auch allen Nicht-Schwangeren empfehlen – auch der Gatte liebt es: Ein Stillkissen bzw. Seitenschläferkissen. Ich habe mich für ein riesiges Modell entschieden, dass ich zwischen Knöchel und Knie klemmen kann. Dann quetsche ich die kleinen Kügelchen im Kissen so zurecht, dass mein Bauch gemütlich darauf abgelegt werden kann und der oberste Teil wird als Kissen verwendet. Perfekt! Am Strand bzw. Pool ist die Liegeposition allerdings immernoch ein Problem. Auf dem Rücken geht easy, das wars im Liegestuhl aber auch schon. Auf dem Handtuch ist seitlich irgendwie machbar, ohne Kissen aber super unbequem. Nach diesem Sommer habe ich wohl vorne Lederhaut und bin auf der Rückseite weiß.

Pregnancy-Hate-List: Alkohol

Der Punkte, der mir vermutlich am wenigsten ausmacht. Ich war die letzten Jahre kein großartiger Alkoholtrinker und werde wohl auch keiner mehr. Im Urlaub oder in geselliger Runde ist es einfach manchmal schade, dass man sich jetzt eben keinen Wein oder ähnliches gönnen kann. Den ganzen Spanienurlaub über habe ich Wasser getrunken und mir ab und an mal Eistee gegönnt. Ist manchmal blöd, geht aber auch!

Übrigens, was ich wirklich erschreckend finde: Ich benutze eine Baby-App um einen Überblick über die Entwicklung des Babys zu behalten. Dort werden auch verschiedene Essenstipps usw. verraten. Dass man auf rohe Eier unbedingt verzichten muss ist da völlig klar, denn man könnte sich ja mit Salmonellen infizieren. Allerdings sind die Apps (ich habe zu Beginn mehrere getestet um letztendlich einen Favoriten zu finden) beim Thema Alkoholkonsum sehr nachlässig. So nach dem Motto: Wenn Sie den Alkohol nicht ganz aufgeben können, dann trinken sie eben so wenig wie möglich. Bitte?! Die Wahrscheinlichkeit, dass man ein Ei mit Salmonellen erwischt ist ja wirklich sehr gering und das Baby trägt keinen Schaden davon, sollte man aus Versehen ein rohes, nicht infiziertes Ei essen. Aber Alkohol? Jeder Tropfen ist quasi schädlich, denn das Zellgift gelangt immer in die Blutbahn des Ungeborenen. Es gibt genügend Studien über Babys, die mit alkoholinduzierten Schäden auf die Welt kommen. Aber Alkohol ist in unserer Gesellschaft anscheinend so normal und gehört so extrem zu unserem Alltag, dass ein totales Alkoholverbot nicht möglich ist?! Wie armselig eigentlich!

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Das wars vorerst von meiner Pregnancy-Hate-List. Natürlich freuen wir uns sehr auf unser kleines Mädchen und meine Kritikpunkte sind auch mit einem kleinen Augenzwinkern zu verstehen. Und wenn jetzt die Aussage kommt: „Ich würde alle diese Punkte sofort in Kauf nehmen, damit wir endlich ein Baby bekommen!“. Dann verstehe ich das und auch ich „ertrage“ meine aufgeführten First-World-Problems – im Hinblick auf das Resultat – natürlich liebend gerne!

Könnt ihr manche meiner Punkte nachvollziehen?

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8 comments

    1. Oh toll, danke für deinen Link!! Ich lese sowas zur Zeit einfach soooo gerne! Da fühle ich mich gleich verstanden und nicht mehr so „schlecht“, weil ich nunmal so denke, wie ich denke! 🙂

  1. Herzlichen Glückwunsch Ina!
    Du wirst sehen die Strapazen lohnen sich. Kleine Mädels sind super.
    Wobei… ich freu mich auf Deine Geschichte über die Tage, die dann nicht ganz sooo dolle sind… hihi… 😉

  2. Musste bei einigen Punkten echt schmunzeln 😉 Bin jetzt im 8. Monat, weiß echt nicht mehr wie ich liegen soll oft (trotz Seitenschläferkissen) und für ein weiches Ei würd ich sonstwas geben *lol* Aber tatsächlich geht die Zeit so schnell rum (ich meine, ich hab nur mehr 5 Wochen bis zum ET, WTF?!) und dann ist sowieso alles wieder anders.. Ich finde die Punkte jetzt alle nicht so dramatisch, muss ich sagen, anderen gehts da viel schlimmer. Manchen ist durchgehend schlecht in der Schwangerschaft, andere haben furchtbare Rückenschmerzen oder wieder andere müssen überhaupt das Bett hüten, weil die Gefahr von Frühgeburt etc. gegeben ist.. Da sind unsere Problemchen doch ein Klacks 😉
    LG Sandra

    1. Oh ja, jammern auf hohem Niveau ist bei mir die Devise 🙂 Hoffe du überstehst du letzten Wochen noch gut und ich beneide dich schon um dein erstes 3-Minuten-Ei… hach! Liebe Grüße, Ina

  3. Oh – irgendwie hatte ich das mit deiner Schwangerschaft bisher noch gar nicht mitbekommen :O
    Da gratuliere ich dir ganz herzlich und hoffe, dass die Hate-List in den kommenden Monaten nicht noch weiter wächst 😉

    LG Su

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