10 years ago

Meine Reise in die Vergangenheit geht weiter! Nachdem ich euch vor einem halben Jahr schon an meinem Leben vor 5 Jahren teilnehmen ließ, tauchen wir heute noch weiter in Gewesenes ein und ich berichte aus meinem Leben 10 years ago!

10 years ago

10yearsago

Leider habe ich natürlich nicht besonders viele Bilder aus der Zeit, Smartphones mit Kamera waren – zumindest bei mir – noch nicht am Start. Die meisten Bilder aus dieser Zeit stammen übrigens von meiner Digitalkamera, einer Casio Exilim EX-Z600, die für damalige Verhältnisse ziemlich gute Bilder machte. Ich habe trotz langen Überlegungen nicht herausfinden können, welches Handy ich damals hatte. Entweder ich hatte schon das Nokia 6111 in frosted pink oder noch den Vorgänger, ein Samsung E800. Mein erstes Smartphone, ein iPhone 4, habe ich erst 2010 erworben. Aber einen iPod Mini mit sagenhaften 4 GB Speicher (meine allererste Bestellung bei Amazon im August 2005) hatte ich zumindest schon.

Work

Wir schreiben also den November 2007 und ich bin seit zwei Jahren Studentin an der LMU München. Aktuell befinde ich mich im fünften Semester meines Studiums und habe für meine eigentlichen Fächer Biologie und Chemie gar nicht mehr allzu viel zu tun. Ich bereite mich in der Zeit gerade auf mein erstes Staatsexamen in Erziehungswissenschaften vor. Dieses Staatsexamen kann man nämlich unabhängig vom fachlichen Examen schon vorher schreiben. Bis zu meinem ersten Staatsexamen in Biologie und Chemie soll es noch bis 2009 dauern. In der Uni muss ich mich mit ungeliebter und im späteren Lehrberuf absolut nicht benötigter Physikalischer Chemie herumschlagen. Nach Artenvielfalt Zoologie wohl mein meistgehasster Kurs.

Nebenbei arbeite ich bei einer Automaten-Videothek fast gegenüber von meiner Studentenbude. Mehrmals die Woche von 18-21 Uhr erkläre ich den Neukunden die Funktion, lege ihre Kundenkartei an oder repariere den Automaten, indem ich technisches Genie die verklemmten DVDs heraushole. Da die normalen Kunden mich sowieso nicht brauchen – es ist ja ein Automat – und ich nur die Neukunden betreuen muss, nutze ich die übrige Zeit zum Lernen. Witzig, wie damals dieses Automaten-Videotheken wirklich überall zu finden waren und jetzt, mit Netflix und Co., völlig ausgestorben sind!

10yearsagouni

Die sommerlichen Semesterferien gingen 2007 übrigens für ein Genetik-Praktikum der Uni und das Unnötigste überhaupt, ein Betriebspraktikum (8 Wochen!) in der Apotheke drauf. Damit die angehenden Lehrer auch mal sehen, wie man so in der freien Wirtschaft seine Kohle verdient. Dass damit Studenten wie ich, die auf ihren normalen Nebenjob angewiesen sind und sowieso schon immer nebenbei arbeiten, ja durchaus wissen wie hart das Geld verdient ist, interessiert natürlich keinen. Und kurz vor Start des neuen Wintersemesters hatte ich noch ein dreiwöchiges Blockpraktikum an einer Schule. Das war allerdings ganz hervorragend und dort durfte ich – neben dem Hospitieren – auch selbst schon ein paar Mal unterrichten.

Living

Im November 2007 wohne ich seit gut zwei Jahren in einer 23m² Bude im Münchner Stadtteil Sendling-Westpark. Ein wahnsinns Vorteil meiner Bleibe: Über, unter und neben mir wohnen nur ältere Herrschaften und so heize ich nicht mal im Winter ein, denn es ist trotzdem sehr angenehm warm. Meinen Südbalkon nutze ich allerdings so gut wie nie! Im zweiten Stock ist es im Sommer einfach viel zu heiß auf dem Balkon und die tolle Lage direkt an der zweispurigen Straße zum Waldfriedhof ist nicht gerade geeignet für den Urlaub auf Balkonien. Trotzdem ist meine Wohnung für mich perfekt! Zum Chemiecampus in Großhadern kann ich in kürzester Zeit mit dem Bus fahren und die Haltestelle der U6 ist nur wenige Meter von mir entfernt. In den gemütlichen Westpark (siehe hier) geht es zu Fuß und auch mit den Inline-Skates bin ich dort oft unterwegs.

Life

10 years ago sieht mein Leben natürlich noch völlig anders aus. Der heutige Gatte und damalige Freund studiert an der Uni Erlangen und so führen wir seit 2005 eine Fernbeziehung, bei der wir uns an den Wochenenden gegenseitig besuchen. Daher rührt auch meine Abneigung zum Bahnfahren, denn in diesen Jahren habe ich die ewige Bahnfahrerei, die Verspätungen, Zugausfälle und Heizungsdefekte wirklich hassen gelernt. Ein weiterer gravierender Unterschied zu heute: Damals waren wir noch richtig viel feiern! Jedes Wochenende unterwegs, wenn es sich angeboten hat, dann auch schon unter der Woche. Das kann ich mir heute gar nicht mehr vorstellen und bin über unsere gemeinsamen Sofaabende oder die Spieleabende mit Freunden mehr als froh.

Gemeinsam mit Sanny habe ich mir vor zehn Jahren meine letzten beiden verbliebenen Weisheitszähne entfernen lassen. Sanny hat gleich alle vier auf einmal herausbekommen. Ich weiß noch, wie wir Idioten drei Tage danach zum All you can eat Sushi gegangen sind und den Mund nur knapp genügend weit öffnen konnten um die einzelnen Sushis hineinzubekommen. Aber wir habens durchgezogen!

Travel

Als Studentin konnte ich mir natürlich keine großen Reisen leisten. Die ganze Kohle floss wirklich ausschließlich in Lebenshaltungskosten wie Miete, Monatstickets und Lebensmittel. Trotzdem war ich 2007 im Sommer mit dem Gatten, Anja und unserer Mama für 2 Tage im Europa Park Rust. Und bei Rock im Park waren wir 2007 u.a. mit Sanny ebenfalls! Dort sahen wir 2007 u.a. Die Ärzte, Korn, Linkin Park, Billy Talent, Jan Delay, Beatsteaks und Mando Diao.

10yearsagosannyundina

Verlinkt gerne eure Beiträge zu „10 years ago“ unter diesem Beitrag oder reist nur 5 Jahre in die Vergangenheit, so wie ich hier und verlinkt auch hier gerne euren Beitrag! Und wie auch bei meinem „5 years ago“ Beitrag gibt es auch heute zum Abschluss ein Augenschmankerl von Anja und mir:

10 years ago Ina und Anja

Und falls es euch noch nicht aufgefallen ist: Der Style war vor 10 Jahren auch ein bisschen anders als heute! 😉

Wie sah euer Leben vor 10 Jahren aus?

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18 comments

  1. Hallo Namensvetterin! Wirklich interessant vor 10 Jahren waren wir auch schon in Norwegen, hatten nur 2 statt 4 Kinder , sonst muss ich mal nachdenken was da alles war. Interessanter Rückblick danke fürs teilhaben lassen.

    LG aus Norwegen
    Ina

  2. Interessanter Rückblick. Beim Lesen habe ich mir auch die Frage gestellt wo ich vor 10 Jahren war und was ich da für ein Handy hatte 🙂

    Ich hatte damals sogar einen richtigen Computer, der nicht flach war :-). Er brauchte erstmal 15 Minuten, um zu starten.

    LG
    Kristina

    1. Ja, ich finde auch, dass man an der Techniker so richtig erkennt, wie lang 10 Jahr eigentlich her sind und wie stark sich das Leben zu damals eigentlich verändert hat!
      LG Ina

    1. Liebe Verena,
      da muss ich dir absolut recht geben! Ich hatte auch viele Fotos aus der Zeit gefunden, die noch schlimmer waren als die geposteten. Die bleiben besser unter Verschluss! 😉
      LG Ina

  3. Vor 10 Jahren?? Oh, lass mal überlegen…. ich war schon 2-fache Mama. Damals muss ich noch bei den Accor-Hotels gearbeitet haben, habe einen Volvo-Kombi gefahren oder meinen Peugeot-Van. Weiß ich nicht mehr.
    Und ich war mit meiner Freundin in Paris, einer der ersten Urlaube ohne Kinder! Da hatten wir sooo viel Spaß, ich weiß noch, daß es nicht voll war (Januar) und wir konnten in den Fahrgeschäften sitzen bleiben. Nach 10 Runden Achterbahn am Stück war mir allerdings schlecht….
    Ich finde die Idee mit dem Rückblick total spannend!
    LG Martina

    1. Liebe Martina,
      ich glaube, mir wäre nach 5 Runden Achterbahn am Stück auch schon schlecht, da hast ja gut durchgehalten. 😉 Ich war noch nie in Paris!! 🙁
      LG Ina

  4. Hallöchen 🙂

    Das ist ja mal eine interessante Beitragsidee! Und wie viel du noch weißt, was du genau gemacht hast! Das mit dem nicht heizen hattest du echt Glück 😀
    Ich hab vor zehn Jahren meinen Hauptschulabschluss gemacht und hab mich dann in den kommenden Jahren hoch gearbeitet sodass ich nun, in diesem Moment, in der Uni sitzen kann und eigentlich dem Prof zuhören sollte… Naja 😀

    Liebe Grüße

    Alisia

    1. Liebe Alisia,
      dazu musste ich schon einiges in alten Terminplanern lesen. Aber das macht ja auch immer total Spaß! Da hast du dich ja echt gut hochgearbeitet, respekt! LG Ina

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