Dinner in the Dark

Absolut uneigennützig war eines der letzten Geburtstagsgeschenke für den Ehegatten. 😉 Es handelte sich um zwei Tickets zum Dinner in the Dark. Wen er da wohl mitnehmen würde?! Hier kommt eine kurze Zusammenfassung von unserem Dinner in vollkommener Dunkelheit.

Dinner in the Dark

Man kann seinen Wunschtermin (Do-So) vorab online reservieren und wir waren (trotz $((§&$/(§“ Feierabendstau) sogar pünktlich am Schloss Nymphenburg. Das Dinner findet nämlich in der Schlosswirtschaft Schwaige inmitten der schicken Schlosskulisse statt.

Gleich zur Begrüßung gibt es einen Aperitif, zu dem man mit den weiteren Teilnehmern in einem kleinen Raum sitzt und diese schon einmal begutachten kann.

Nach einer kurzen Einführung kommt dann auch schon der spätere Kellner, der einen mit Hilfe seines Nachtsichtgeräts in den stockdunklen Raum führt. Er legt einem sogar die Hände auf seinen persönlichen Stuhl, damit ja nichts schief geht. Trotzdem ist das Hinsetzen und Ertasten des Bestecks und der Serviette gar nicht so einfach.

Hat man es sich erst einmal bequem gemacht, wird es auch schon wieder schwierig: Der Wein ist bereits eingeschenkt, doch auf dem Tisch steht eine Wasserflasche und das Glas dazu will erst noch befüllt werden! Schon alleine, bis man die Flasche gefunden hat und dann noch das Glas und dann mit dem Flaschenhals in das Glas trifft und dann soll das Wasser ja nicht übergehen… Wirklich eine Herausforderung! Und die Dunkelheit ist wirklich so, dass man absolut gar nichts sieht!

Doch damit nicht genug der abendlichen Herausforderungen! Das 4-Gänge-Menü wird serviert und will nun verspeist werden. Allein die handwerkliche Tätigkeit ist unglaublich schwer und ohne die Farben und Formen zu sehen ist auch das Erkennen der einzelnen Zutaten keine leichte Aufgabe.

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Also ich glaube, ich würde sogar Geld dafür zahlen, dass ich mit einem Nachtsichtgerät den Leuten bei ihren kläglichen Essversuchen zusehen könnte. Wie man da teilweise 1 cm mit dem Kopf über dem Teller hängt oder heimlich mit den Fingern den Teller abtastet! Bestimmt göttlich!

Nach jedem einzelnen Gang dürfen alle Teilnehmer in der Runde vermuten, was sie denn gegessen haben und die Auflösung wird ebenfalls gleich verraten.

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Außerdem versüßte uns zwischendrin eine Geschichtenerzählerin mit zwei ca. 3-4 minütigen Geschichten den Abend im Dunklen. (Eine besonders witzige Situation entstand als der Gong – mit dem sich die Geschichtenerzählerin immer vorsichtig ankündigen wollte – keine Lust mehr auf sein Halteseil hatte und mit einem ohrenbetäubenden Scheppern den Boden küsste. Ungefähr jeder in dem Raum ist ca. 1 m in die Luft gesprungen! Okay, ich konnte es nicht sehen aber ich sprang… Wahnsinn!)

Nach dem Dessert wird eine einzelne Kerze angezündet – der Raum wirkt hellstens erleuchtet – und man sieht nun den Gastraum. Interessant ist es vor allem die Menschen zu sehen, die einem gegenüber sitzen und mit denen man sich schon über Zutaten unterhalten hat und die Klassiker: „Wo steht denn das Brot?“ , „Kann jemand die Wasserflasche ertasten?“ ausgetauscht hat. Und das Massaker an seinem Essplatz…

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Auf den „Schreck“ 😉 gibt es einen Espresso serviert und man kann noch gemütlich ratschen. Der Abend dauerte bei uns bis dahin ca. 2,5 h, die uns aber viel kürzer vorgekommen sind.

Wenn man nun den Raum verlässt sind die Speisen des Dinners zur näheren Betrachtung nochmal aufgebaut (Hier sind die Essensbilder entstanden) und man darf auch einen Blick durch das Nachtsichtgerät werfen.

Eine wirklich wahnsinnig interessante und witzige Erfahrung, die ich jedem nur wärmsten Empfehlen kann!

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