Palmöl

Liebe Blog-Leser(innen)!

Ein weiteres Mal habe ich mich auf die Recherche bezüglich Inhaltsstoffen in unseren Lebensmitteln begeben :). Vor Kurzem gab es ja den Aufreger über den hohen Anteil an Palmöl in Nutella. Ich hatte mich bis vor einer Weile zugegebenermaßen noch nicht wirklich mit diversen Zutaten in alltäglichen Produkten beschäftigt. Durch diese Debatte allerdings habe ich mir ein paar Gedanken gemacht und mich mit dem Thema auseinandergesetzt und wollte mehr über Palmöl bzw. Palmfett erfahren. Was ich so erfahren habe, hat mir als Tier – und Umweltfreundin nicht so gefallen.

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Unter anderem in all diesen Produkten aus unserer Speis(ekammer) 😉 habe ich Palmfett gefunden (bis auf die vegane Nuss-Nougat-Creme alles nicht meins! 😉 )

 

Was ist Palmöl?

Palmöl oder Palmfett ist ein pflanzliches Fett, welches von der Ölpalme stammt und gewonnen wird.

In welchen Produkten finden wir Palmöl und wie häufig kommt es vor?

Das Palmfett wird in sehr vielen Fertigprodukten verwendet. Vor allem ist Palmöl zu finden z.B. in Margarine, Pizza, Schokoriegel etc. aber auch in Waschmitteln, Cremes und Lippenstift. Man geht von ca. 50 % in den im Supermarkt erhältlichen Produkten aus. Palmöl ist mit einem Anteil von einem Drittel am globalen Gesamtverbrauch das weltweit wichtigste Pflanzenöl.

Palmöl muss auf Lebensmitteln oder anderen Produkten nicht immer auch als Palmöl/Palmfett angegeben sein, es kann sich auch hinter den Bezeichnungen Pflanzliches Fett, Cetearyl/Cetyl, Lauryl/Lauroyl/Laurate oder Stearyl/Stearate verstecken.

Warum wird Palmöl verwendet?

Es dient als Geschmacksträger. Durch das Fett der Ölpalme werden Produkte unter anderem streichfest oder besonders cremig. Oder in Tütensuppen z.B. sorgt das Palmöl dafür, dass das Pulver nicht zusammenklebt. Für die Hersteller ist die Verwendung von Palmöl von Vorteil, da es billig in der Herstellung ist und es hoch erhitzt werden kann.

Die Probleme mit dem Palmöl

Gesundheitlich

Durch dieses hohe Erhitzen kann es zur Bildung von sogenannten Fettsäureestern kommen – gesundheitsgefährdende Substanzen, die krebserregend sein können. Palmöl enthält zudem einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, welche sich in zu hohen Mengen schlecht auf unseren Herz-Kreislauf auswirken.

Umwelt

Natürlich ist die Liste der Naturschäden durch die extrem hohe Nachfrage an Palmöl lang. Für dessen Herstellung werden riesige Mengen an Palmölplantagen in den tropischen Wäldern gerodet, der Regenwald wird zerstört. Die Monokulturen bedrohen die biologische Vielfalt und rauben einheimischen Tieren ihren Lebensraum.

Die Zahlen:

  • Bis heute wurde der Regenwald für 16 Millionen Hektar Ölpalmplantagen gerodet
  • Bei der Rodung von einem Hektar Torfregenwald werden 3.453 Tonnen CO2 freigesetzt

Was kann man tun?

Ich persönlich werde durch meine neuen Erkenntnisse bezüglich des Palmöls versuchen, dessen Verwendung so gut es geht und nach meinen Möglichkeiten einzuschränken. Meiner Meinung nach dürfte es eigentlich gar nicht so schwer sein, ohne viel Palmöl auszukommen. Natürlich macht es einen die Industrie nicht leicht, wenn man sich vor Augen hält, dass tatsächlich um die Hälfte der Produkte im Supermarkt Palmöl enthalten. Aber wie bei so vielem ist hier die einfachste Lösung: selbst und frisch kochen! Wie man ja an den meisten Rezepten unseres Blogs sehen kann, kommt man so leicht ohne irgendwelche Fertigprodukte aus. Noch dazu schmeckt Selbstgekochtes doch viel besser. Und ist sowieso viel gesünder. Und macht viel mehr Spaß. Man weiß, was man hat und was man sich und seinem Körper zuführt. Man weiß, dass man seinem Körper und der Umwelt, den Tieren etwas Gutes tut. Eine bessere Motivation sich gegen Fertigprodukte bzw. Palmöl zu entscheiden kann es doch gar nicht geben?! 🙂

Natürlich wird es nicht immer ohne bereits verarbeitete oder palmöl-haltige Produkte gehen und wahrscheinlich wird keiner zu 100 % darauf verzichten (können) oder auch nur zu 80, 60 oder 20%, aber das macht ja auch überhaupt nichts, so lange man es einfach nur ein bisschen versucht 🙂 Ein einziges Mal mehr darauf verzichtet ist besser als nie! 🙂

Wer (so wie ich) nicht auf Schokolade verzichten kann (welche man ja auch wirklich schwer selbst machen kann 😉 ), der sollte z.B. einmal die Rainforest Foods Kakaonibs, 1er Pack (1 x 300 g) – Bio probieren – vegan, umweltfreundlich und garantiert ohne Palmöl!

In diesem Sinne, bleibt gesund und weitestgehend palmölfrei,

eure Sanny

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