Wie reduziere ich meinen Plastikverbrauch?

Dass wir einen viel zu hohen Plastikverbrauch auf dieser Erde haben, ist glaube ich jedem mehr oder weniger bewusst. Umso erschreckender finde ich es, dass es immer noch überall nur so von Plastik wimmelt und es fast unmöglich ist ein plastikfreies Leben zu führen. Ich habe es mir zu meiner Personal Challenge gemacht, meinen Verbrauch radikal zu reduzieren. Wie es mir dabei ergeht und hoffentlich hilfreiche Tipps, findet ihr jetzt hier.

Ich kann euch gar nicht sagen, wie schwer mir diese Challenge fällt! Ich habe mich zugegeben schon länger mit Plastikreduktion beschäftigt, habe allerdings nie Schritte unternommen, welche mich vor Schwierigkeiten gestellt haben oder mich eingeschränkt hätten. Deshalb hieß es nun: Raus aus meiner Comfort Zone und endlich dem Plastik den Kampf ansagen.

Wie habe ich mein Plastik reduziert?

To-Go Becher, Trinkflasche und Bambusbesteck

Ich habe mich nun vollkommen von To-Go Bechern verabschiedet und habe wirklich immer meinen To-Go Cup dabei! Dies mache ich tatsächlich schon seit 3 Jahren, war aber nie so konsequent, wie diesen Monat. Es wird zur Gewohnheit, dass der Bambusbecher mit in den Rucksack wandert und wird selbstverständlich über die Theke gereicht, wenn ich mir einen Kaffee gönne. Grundsätzlich funktioniert das ganz wunderbar und manchmal ist da sogar Rabatt drin. Allerdings hatte ich auch schon meine negativen Erfahrungen: gestresste Barista, die Frage ob ich es nicht einfach umfüllen könnte – was offensichtlich den Plastikverbrauch nicht reduziert – oder fragende Blicke von anderen Kunden. Gottseidank schert mich das wirklich wenig und werde auch weiterhin meinen geliebten Wal Becher (Danke Ina!) überall mitnehmen.

Kosmetik und Pflegeprodukte

Auch bei Kosmetik und meinen Pflegeprodukte versuche ich Stück für Stück meinen Plastikkonsum zu reduzieren. Dies passiert bei mir allerdings eher langsam als von einem Tag auf den anderen, einfach weil ich meine alten Produkte aufbrauchen will und mir nach und nach neue Produkte anschaffen will, wenn sie gebraucht werden.

Produkte die ich bereits verwende

  • Safety Rasierer: einmalige Anschaffung und die Rasierklingen sind vergleichsweise günstig
  • Haarseife: Nicht nur praktisch und plastikfrei sondern auch angenehm für die Haare

Produkte die noch Platz bei mir finden sollen

  • wiederverwendbare Abschminkpads
  • Hautreinigungsprodukte in plastikfreien Behältern

Schwierigkeiten bei der Vermeidung von Plastik

Supermärkte! Holy Moly, günstig einkaufen ohne Plastik in normalen Supermärkten = unmöglich. Ich habe wirklich mein Bestes versucht, doch ich wusste schon zu Beginn, dass das wohl eine Mission Impossible (ich muss automatisch an Tom Cruise denken…) wird. Ich konnte einige Plastiktüten vermeiden, indem ich nicht auch noch das Obst in extra Plastiktüten eingepackt habe, doch manchmal blieb mir nur die Wahl entweder Plastik oder nicht das gewünschte Produkt. Und ich muss zugeben, ich habe es trotz Plastik gekauft, da sonst mein geplantes Dinner ausgefallen wäre.

Welcome in Plastic Heaven…

Mein Ziel für die nächsten Wochen und Monate:

  • Gewisse Dinge wie Nudeln, Reis etc. im Unverpackt Laden kaufen. Dieser ist bei mir leider nicht gleich um die Ecke, doch für diese Produkte ist es möglich gleich eine größere Menge zu kaufen und sie zu Hause aufzubewahren.
  • Nicht nur meine normale Stofftüte mitnehmen, sondern auch für Märkte etc., mehrere kleine (plastikfreie) Tüten miteinpacken, sodass ein Griff zur Plastiktüte einfach nicht nötig wird.
  • Personen, die sogar Bananen in eine Plastiktüte einpacken einen grimmigen Blick zuwerfen.

Zwischenfazit

Komplett Plastikfrei ist vor allem in der Gesellschaft, in der wir leben, nahezu unmöglich. Allerdings können WIR sehr viel daran ändern. Es liegt eben auch an uns, den Verbrauch zu reduzieren und unsere Mitmenschen darauf aufmerksam zu machen, ihre Gewohnheiten zu überdenken. Ich werde weiterhin versuchen mehr und mehr plastikfrei zu leben, zu recyclen und andere davon zu überzeugen, dass jeder etwas gegen Plastik unternehmen kann!

Hast du Tips für ein reduzierten Plastikverbrauch?

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3 comments

  1. Es ist wirklich eine große Umstellung. Es ist viel gemütlicher, einfach so einzukaufen, wie es einem präsentiert wird. Es hat mich mehrere Wochen Recherche gekostet. Und mittlerweile benötige ich für unseren tatsächlichen „Einkauf“ ca. 5 Minuten pro Woche. Das spart wirklich viel Zeit – außer wir fahren zu unserem heiß geliebten Bioladen. Die reden da SO VIEL 😀
    Viele Grüße, Izabella

  2. Danke für die Anregungen! Einweggeschirr wie Kaffeebecher nutze ich tatsächlich ziemlich selten, aber im Supermarkt ist es schon ziemlich unmöglich, wenig Plastik mitzubringen :-/
    In Großstädten ist es wirklich sinnvoll, sich mal nach einem Unverpackt-Laden umzuschauen. Wenn der nächste eine Stunde Fahrt entfernt ist, weil man in einer Kleinstadt wohnt, ist das halt eher unpraktisch … aber vielleicht setzt sich das Konzept ja noch großflächiger durch? Wäre toll! Bis dahin hat man ja immerhin noch die Option, auf dem Markt einzukaufen, wenn es zeitlich machbar ist.

  3. Puh ich hab heute auch mal ein bisschen aufgeräumt und ein Haufen Plastik in den Müll gestopft. Die Außenverpackung von den PET-Flaschen, Plastikschälchen und -tüten von Obst und Gemüse,… Da habe ich erstmal realisiert, wieviel unnötigen Pastikmist man immer dabei hat. Ich werde defintiv ab jetzt ein bisschen darauf achten, auf unnötige Verpackungen usw. zu verzichten.

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