München als Tourist

Kennt ihr das auch? Man fliegt nach L.A. und nach London um die Welt zu sehen, aber die schönen Dinge vor der eigenen Haustüre, die vernachlässigt man ganz gerne. Im November nutzen wir das schöne Herbstwetter und besichtigten „unser“ München im Touristenstyle. Herausgekommen ist ein Guide sowohl für Touris als auch für Einheimische, die ihre Stadt mal in einem anderen Licht sehen wollen.

München als Tourist

Wir starteten unsere Tour am Siegestor in der Nähe der Münchner Freiheit.

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Von da wanderten wir gemütlich die Leopold-/Ludwigstraße in Richtung Marienplatz. Auf dem Weg findet man die Ludwig-Maximilians-Universität München (Innen gibt es eine interessante Ausstellung zu den Geschwistern Scholl und der weißen Rose!) und die St. Ludwig-Kirche.

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Biegt man am Odeonsplatz links ab befindet man sich auch schon im schicken Hofgarten, der sich vor der heutigen bayrischen Staatskanzlei befindet.

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Den Odeonsplatz selbst kann man dank der riesigen Feldherrnhalle nicht übersehen. (Ein klassischer Touritreff hier ist das Café Tambosi. Die Stühle sind alle so gestellt, dass jeder in Richtung Odeonsplatz blickt!)

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Geht man nun die Residenzstraße entlang, die links von der Feldherrnhalle weiter zum Marienplatz führt, dann sieht man links sofort die Münchner Residenz. Wer in die Residenz hineinschauen möchte, der kann eine Führung buchen und so die Gebäude betreten. Vor ca. 2 Jahren nahm ich an einer solchen Führung teil und ich muss sagen: Wirklich interessant! (Tipp: Zur Weihnachtszeit befindet sich im Residenz-Innenhof ein süßer, kleiner Weihnachtsmarkt! Der ist moderat besucht und super gemütlich!)

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Das wichtigste an der Residenz sind allerdings die vier Löwen, die sich vor den verschiedenen Eingängen an der Residenzstraße postieren. Die goldenen Nasen verraten: Hier darf gerubbelt werden! Das Berühren der Löwennasen bringt angeblich Glück und auch der alteingesessene Münchner reibt beim Vorbeigehen gerne das Löwennäschen.

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Ein paar Meter weiter die Residenzstraße entlang befindet sich das Residenztheater und die bayrische Staatsoper mit ständig überfülltem Parkhaus.

Kein Wunder, liegt doch parallel zur Residenzstraße die Theatinerstraße, wo man z.B. Burberry und weitere Nobelmarken findet. Lagerfeld, Theresa, Lodenfrey, Prada,… haben ihre Zelte ebenfalls auf diesem Fleckchen München aufgeschlagen. Auch ein Besuch bei Dallmayr darf auf keinen Fall fehlen. Hier gibt es optisch und geruchstechnisch feinste Speisen, Gewürze und natürlich Kaffee zu bestaunen.

Endlich an Münchens zentralem Punkt – dem Marienplatz – angekommen, weiß man gar nicht wohin man blicken soll. Das Neue Rathaus ist beeindruckend und um 11 Uhr und 12 Uhr (März – Oktober auch um 17 Uhr) kann man dem lieblichen Glockenspiel lauschen. Die goldfarbene Mariensäule ist ein beliebter Treffpunkt für Alt und Jung. Auf den Rathausturm wird man werktags – gegen einen kleinen Obolus – sogar mit dem Aufzug gebracht und kann eine fabelhafte Aussicht genießen.

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Wendet man sich nun in Richtung Westen befindet man sich in der wohl berühmtesten Fußgängerzone Münchens, der Kaufingerstraße. Bis zum Karlsplatz – der von den Münchnern nur Stachus genannt wird – kann man shoppen, shoppen, shoppen! Im Winter befindet sich am Stachus eine Schlittschuhbahn mit angrenzendem Glühweinbetrieb. Am besten, man begutachtet die „Künste“ der Schlittschuhläufer von der hochgelegten Bar aus und amüsiert sich köstlich!

Etwas versetzt zum Marienplatz kann man Münchens berühmteste Kirche, die Frauenkirche begutachten. Vor allem um den „Fußabdruck des Teufels“ im Eingangsbereich ranken sich einige Mythen…

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Geht man am Marienplatz in Richtung Osten so findet man gleich das Alte Rathaus, in dem sich nun ein Spielzeugmuseum befindet und den Alten Peter. Hier muss man sich noch körperlich betätigen und einige Stufen nach oben steigen. Belohnt wird man mit einer tollen Aussicht! Das Nobelkaufhaus Ludwig Beck steht auch am Marienplatz und ist durch sein oranges Muster nicht zu übersehen.

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Noch ein Stück weiter im Osten findet man „das Tal“, wo z.B. auch das Paulaner zum Essen und Trinken einlädt. In Richtung Süden findet man gleich den Viktualienmarkt. Hier werden Käse, Würste, Delikatessen, Blumen, Gestecke, Obst usw. in kleinen Marktständchen an den Mann gebracht.

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Eine weitere sehr nette Shoppinggasse ist die Sendlinger Straße. Läuft man vom Alten Peter in Richtung Süden findet man z.B. Abercrombie, Timberland, Stierblut oder Konen. In dieser Gasse befindet sich auch die niedliche Asamkirche.

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Südlich vom Viktualienmarkt erstreckt sich schon der Gärtnerplatz. Das ist der zentrale Anlaufpunkt in einem der beliebtesten Münchner Viertel: dem Glockenbach. Am Gärtnerplatz gibt es einige Cafés, Restaurants, Kneipen und es ist immer etwas los.

Von hier aus kann man sich gemütlich in Richtung Osten wenden und stößt nach kurzer Zeit auf die Isar. Wandert man die Isar in Richtung Norden entlang erreicht man das größte Münchner Museum: das Deutsche Museum. Sollte man das Museum besuchen wollen, dann muss man tatsächlich einen ganzen Tag dafür einplanen. In Themengebiete unterteilt findet man zu so ziemlichen allen Bereichen interessante Ausstellungen. Besonders empfehlen kann ich die Abteilung der Neuen Technologien und die wechselnden Sonderausstellungen zu bestimmten Themen. Carbon hat mich zuletzt wirklich begeistert.

Will man die Isar noch weiter entlangwandern, würde ich eine Wanderung über die Inseln in der Isar empfehlen. Zunächst beschreitet man die Museumsinsel um dann über einen Steg auf die Praterinsel zu kommen. Am linken Seitenufer sieht man imposant die Sankt Lukas Kirche aufragen.

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Überquert man nach der Praterinsel die Isar steht man auch schon vor dem Maximilianeum, dem momentanen Sitz des bayerischen Landtags.

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Und hier endete unsere erste Münchentour. Natürlich gibt es in München noch so einiges zu besichtigen, aber sind wir mal ehrlich: Für einen Tag ist das Programm absolut ausreichend.

Habt ihr auch schonmal „Tourist in der eigenen Stadt“ gespielt?

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