Christkindlmarkt München

Erinnert ihr euch an den 12. Dezember? Diesen Tag habe ich in einem „12 von 12“ für euch festgehalten. Heute erzähle ich ein wenig genauer, was ich bei der Bloggertour über den Münchner Christkindlmarkt so erfahren habe und welche Stände ihr unbedingt besuchen müsst!  Meine Empfehlungen eignen sich auch hervorragend für Touris um ein wenig Münchner Flair und Tradition mitzunehmen und wenn ihr zur Vorweihnachtszeit Gäste bei euch im schönen München habt, dann solltet ihr unbedingt diese tollen Spezialitäten vorführen bzw. probieren!

Christkindlmarkt München

Am Christkindlmarkt München besuchten wir viele verschiedene Stände und probierten uns durch die Auslage. Besonders toll fand ich – neben der interessant gestalteten Schmankerl-Führung mit Anekdoten und geschichtlichen Hintergründen – die Geschichten der einzelnen Standbesitzer, die uns selbst Einblicke zu ihren Produkten, deren Geschichte und Tradition gewährten. Mein Fazit: Ich habe den Marienplatz-Christkindlmarkt immer total falsch eingeschätzt! Ich dachte, dass hier lieblos hingeknallte Stände stehen, deren einziges Ziel  es ist, die Touris, die hier in Scharen aus der Bahn purzeln, abzuzocken.

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Falls ihr auch dieses Vorurteil habt, dann schaut unbedingt mal bei diesen sympathischen Ständen vorbei und ihr werdet den #muenchnerchristkindlmarkt mit anderen Augen sehen!

Probiert den zimtigen Christkindlleberkäs direkt am Marienplatz am Stand Nr. 61. V.a. die Rinde schmeckt absolut nach Weihnachten, was an Zimt, Kardamom und Anis – neben dem klassischen Rindfleisch, Schweinefleisch und Speck im Leberkäs – liegt. Wirklich superlecker und für alle, die gerne eine bayrische Spezialität in neuem Gewand probieren möchten.

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Bevor es den heute bekannten und geliebten Stollen gab wurde eine viel weniger süße Variante kredenzt: Der Stollenkuchen! Der Teig aus Kartoffeln macht ihn unglaublich fluffig und geschmacklich trotzdem dem Stollen ähnlich aber eben nicht zu süß. Ihr findet den einzigen Stollenkuchen des gesamten Christkindlmarkts München direkt am Marienplatz am Stand Nr. 17.

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Eines meiner Highlights, weil ich die Idee einfach wahnsinnig toll finde: Stachelbier! In ein frisch gezapftes Bier wird ein heißer Metallstachel getaucht. Durch die Hitze karamellisiert der Zucker im Bier und es entsteht ein warmer, süßer Schaum. Wirklich eine tolle Kombination und wenn der Schaum weg ist, dann kann man sogar nachstacheln lassen. Ihr findet neben dem Stachelbier auch noch Glühbier mit Ingwer, Kakao oder Apfel-Mandeln an Spöckmeier’s Christkindlstüberl am Rindermarkt beim Stand mit der Nummer 152.

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Ich bin ja sowas wie ein Flexitariar, hat mir Sanny kürzlich erklärt. Also ich lebe nicht vegetarisch, esse aber selten Fleisch. Bei einer Art von Fleisch kann ich allerdings absolut nicht „nein“ sagen: Surfleisch! Bei den altbayrischen Spezialitäten habe ich sooo köstliches Surfleisch mit Kraut zu Schupfnudeln gegessen! Wirklich göttlich! Die Käsespätzle waren auch perfekt: Schön cremig und die genau richtige Spätzle-Konsistenz. Und die Schlutzkrapfen mit Gemüsefüllung waren auch der Wahnsinn. Also wenn ihr altbayrische Spezialitäten probieren bzw. euren auswärtigen Gästen zeigen wollt, dann besucht unbedingt die sympathische Truppe am Rindermarkt am Stand 150.

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Und falls ihr danach etwas Süßes braucht: Gleich gegenüber gibt´s leckeren Honig Nougat mit verschiedensten Füllungen! Besonders lecker fand ich die einfachste (aber wie ich gelernt habe wohl die am schwersten herzustellende) Variante aus Honig, Eiweiß und Nüssen. Aber auch der „Supernougat“ mit verschiedenen Superfrüchten war zum Reinlegen! (Rindermarkt, Stand 146)

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Dass die Rahmfleckerl – wie auch die Pizza – eigentlich ein klassisches Resterlessen waren, habe ich am Stand 136 in der Weinstraße – direkt vor dem Applestore – gelernt. Die Fleckerl liebe ich schon lange heiß und innig und neben der klassischen Variante mit Speck gibts natürlich auch eine sehr leckere Bärlauch-Kreation für Vegetarier.

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Der Mandel-Hans (Stand 95) hat das bestimmt schönste Gemälde in seinem Christkindlmarkt-Stand! Esst hier Nüsse, die mit ganz wenig Zucker gebrannt werden aber dafür umso leckerer schmecken: Mandeln, Cashews, Macadamianüsse (my favourite!!) und Walnüsse sind knusprig und superlecker. Aber was ihr unbedingt probieren müsst: Den grandiosen Bratapfel mit Preiselbeeren!

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Sanny, jetzt kommt was für dich: In der Lebkuchenbäckerei in der Kaufingerstraße gibt es die einzigen veganen Lebkuchen des ganzen Münchner Christkindlmarkts! Und schmecken tun sie noch dazu!

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Sog ned Glühwein“ ist der Slogan vom Crambambuli gleich neben der Lebkuchenbäckerei in der Kaufingerstraße. Der Unterschied? 1/3 weniger Zucker als Glühwein, 100% aus Deutschland, Bio-Qualität und vegan gekeltert. Meist wird zum Keltern nämlich Eiweiß oder Gelatine verwendet um die Trübstoffe aus dem Wein zu fischen. Ohne diese Stoffe geht es zwar langsamer aber man erhält einen veganen Wein. Der Crambambuli wird als Weißer, Roter und auch als Alkoholfreier warmer Wein angeboten. Besonders lecker fand ich – wie sollte es anders sein – den heißen Apfel!

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Und falls ihr euch jetzt fragt: Ja, das habe ich alles innerhalb von 2 Stunden gegessen und getrunken. Und nein, es ist kein Gerücht, dass ich danach auf dem Tollwood noch ganz allein ein ganzes Käse-Fondue gegessen habe. 🙂

Welchen Stand müsst ihr jetzt sofort aufsuchen?

Dieser Post entstand nach einer Eventeinladung von muenchen.de. Texte, Bilder und Meinungen sind wie immer meine Eigenen!

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