Basics für die Indienreise

In meinem ersten Post zu meiner über zweiwöchige Indienreise habe ich mich auf einige Touristenziele in Delhi konzentriert. Der heutige Artikel dreht sich um allerlei Wissenswertes und einige indische Eigenheiten.

Basics für die Indienreise

Indien und „den Inder“ zu pauschalisieren ist allerdings absolut fehl am Platz. Jeder der vielen indischen Staaten zeichnet sich durch eigene Bräuche,  Kleidungsstile, handwerkliche Fähigkeiten und Nahrungsmittel aus. Trotzdem gibt es einige Gemeinsamkeiten:

Sprache

In Indien spricht man Hindi. Das bekannteste Hindi-Wort ist wohl die Begrüßungs- und Abschiedsformel Namaste. Ansonsten ist die Amtssprache – in dem erst 1947 von den Briten unabhängig gewordenem Land – Englisch. (Allerdings mit ziemlichen Hindi-Akzent!) Auf Märkten oder in ärmeren Gegenden kommt man allerdings mit Englisch nicht recht weit. Da ist es gut, wenn man mit Indern unterwegs ist!

Toiletten

Die Toiletten kennt man so eventuell aus dem Italienurlaub oder manche bezeichnen die Löcher im Boden auch ganz gerne als französische Klos. Wie auch immer man diese Örtlichkeiten nennen mag: Es ist ein Loch mit Abfluss mit zwei kleinen Trittbrettchen an der Seite und Klopapier gibt es auch keines. Dafür findet man neben jeder Toilette eine Brause oder einen Wasserhahn mit Becherchen für die anschließende Reinigung. Aber es gibt natürlich, vor allem bei Touriattraktionen, westliche Toiletten. Trotzdem oft ohne Klopapier, dafür mit Brause. Also Taschentücher immer dabei haben 😉

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Dusche

Von der Toilette zur Dusche: Steigt man nicht gerade in einem 5-Sterne-Hotel ab, so findet man durchaus mal Duschen, die wir nicht als Duschen bezeichnen würden. In einem Eimer wird – in Ermangelung einer Mischbatterie – warmes und kaltes Wasser zur angenehmen Waschtemperatur gemixt und dann einfach über dem Kopf entleert. Bei einer Shampoo-Spülung-Kur-Haarwaschroutine wird das richtig anstrengend!

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Wasser

Wasser aus der Leitung sollte man auf keinen Fall trinken, da es stark verschmutzt ist. Das sieht man vor allem an den Eimern neben Dusche und Toilette, die immer von einer Sand- und Dreckschicht ausgekleidet sind. Zum Zähneputzen habe ich das Wasser allerdings schon genommen. Aber ich habe auch Leitungswasser getrunken, das nur durch einen Filter gelaufen ist. Davon wird meistens ja auch abgeraten und dafür das abgepackte Plastikflaschenwasser empfohlen. Allerdings bin ich wohl glücklicher Besitzer eines Saumagens, denn ich hatte in der ganzen Zeit keine Magenprobleme und das obwohl ich auch viel Streetfood von Märkten gegessen hatte!

Strom

Die Steckdosen sind meistens so, dass man einen deutschen Stromstecker (ohne Schuko!) – also nur die flachen und nicht die runden – einfach einstecken kann. Allerdings sind die Steckdosen-Konstruktionen nicht wirklich fest und der Stecker hängt meist auf Halbmast aus der Dose heraus. Viele Steckdosen haben noch zusätzlich einen Schalter mit dem man die Steckdose erst einschalten muss. Stromausfälle habe ich in meiner Indienzeit auch einige erlebt. Allerdings dauerten sie nur zwischen 5 und 30 Minuten.

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Smog

Wenn man etwas aus Delhi rauskommt ist die Sache mit dem Smog – eine Kombination aus Rauch (smoke) und Nebel (fog) – zwar besser aber immernoch heftiger als ich mir vorgestellt hätte. In der Stadt ist die Luft wirklich sehr verschmutzt. Beim Atmen merkt man an schlechten Tag ein ständiges Kratzen im Hals und nach dem abendlichen Naseputzen erstrahlt das Taschentuch im dunkelsten schwarz. Das Gesicht reinigte ich immer mit feuchten Reinigungstüchern, die hinterher grau waren. Auf den Bildern sieht man recht schön, wie prominent der Smog war!

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Währung

In Indien zahlt man in Rupien. Im November 2015 bekam man für 1 € ca. 72 Rupien. Insgesamt ist Indien für uns Europäer sehr günstig. Essen bekommt man an der Straße für 100 Rupees aufwärts und beim McD (wobei ich da nie etwas gegessen hab, nur mal die Toilette besucht) kriegt man einen größeren Burger für 250 Rupees. Was auffällig ist: Bei vielen Touristenzielen gibt es unterschiedliche Preise für Inder und Foreigners und die unterscheiden sich immens! Wenn man als Inder 20 Rupees Eintritt bezahlt, zahlt der Ausländer gleich mal 500 Rupees!

Zu weiteren indischen Eigenheiten wird es natürlich noch mehr Posts geben. Der nächste Post wird sich zunächst um Fortbewegungsmöglichkeiten in Indien drehen.

Hier findet ihr den 1. Teil meines Reiseberichts: Sehenswürdigkeiten in New Delhi

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  1. Nur eine Frage: Nach all den vielen (negativen) Hintergrundinformationen bezüglich zu deiner Indienreise … und meinen Gedanken bezüglich Morde und Vergewaltigungen westlicher Touristen aus jüngster Vergangenheit hätte ich eine Frage: Warum Indien? Ist nicht böse gemeint, aber ich für meinen Teil würde wohl in fast alle anderen Länder reisen, bevor ich dorthin fliegen würde. Günstig ist auch Taiwan. Ist ein absolutres Traumland – fernab von Massentourismus!

  2. Ich bedanke mich für deine nette Antwort. Mir ist natürlich bewusst, dass Medien nach den Vorfällen aus jüngster Vergangenheit immer ein großes Drama daraus machen. Ja, viel wird passieren – und Nein, nicht jeden, jeder trifft es! Ich glaube sogar, dass das Zusammensein mit Einheimischen nicht nur ein Vorteil ist, sondern auch notwendig ist … In Asien wollte ich auch immer mit Einheimischen zusammen sein, wenn auch nicht aus Gründen der allgemeinen Sicherheit. Dieser Aspekt bekommt in Indien sicherlich eine viel größere Bedeutung

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