Münchner Christkindlmarkt – Traditionen und Mysterien

In München fällt einem die Wahl eines Christkindlmarkts für den geselligen Besuch wirklich schwer, denn die Auswahl ist riesig! (Unschwer am praktischen Christkindlmarkt-Fahrplan zu erkennen!) Letztes Jahr war ich mit Muenchen.de auf dem Christkindlmarkt am Marienplatz um dort kulinarische Highlights zu probieren. Meine Food- & Drink-Empfehlungen findet ihr in diesem Post. Heuer ging es zum Thema „Traditionen und Mysterien“ wieder auf den Marienplatz, denn dieser Christkindlmarkt ist der älteste der Stadt und dort findet man nebst der Kulinarik sehr viel Tradition und Handwerk.

Münchner Christkindlmarkt – Tradition und Mysterien

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Foto: Muenchen.de; Wo ist Walter? Äh, Ina?

Christbaum

Jedes Jahr wird der Christbaum, der den Marienplatz schmücken darf, von einer anderen Gemeinde gespendet. 2017 stammt der Baum aus Burghausen, was mich natürlich sehr freut, da ich zwei Jahre in Burghausen gelebt, dort mein Abitur gemacht, viele Freundschaften geschlossen und den heutigen Gatten dort kennengelernt habe. 15 Jahre musste die Gemeinde allerdings warten, bis sie diese Spende tätigen durfte, denn die Warteliste ist lang! Im Innenhof des Rathauses schenkt die Gemeinde Burghausen aktuell Glühwein und Punsch aus und es gibt kulinarische Köstlichkeiten aus der Region zu kaufen. Der Burghauser Christbaum ist übrigens eine serbische Fichte und mit über 3.000 Lichtern geschmückt!

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Adventskalender

Wusstet ihr, dass es Adventskalender in gedruckter Form noch gar nicht so lange gibt? Erfunden hat ihn tatsächlich ein Münchner Verleger, der 1903 die erste gedruckte Version herausbrachte. Damals noch nicht mit Schokolade, Lego oder was es aktuell sonst noch so gibt, sondern mit kleinen Bildchen. Wir haben einen daran angelehnten, bebilderten Adventskalender zum Münchner Christkindlmarkt bekommen, der meinen Schoko- und Die-drei-???-Adventskalender (Seriously… Mit Rätseln jeden Tag!) perfekt ergänzt.

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Federengel

Wie auch letztes Jahr hat uns die Gästeführerin Susanna Steensma wieder über den Markt geführt und interessantes zu Traditionen, Bräuche und Mysterien erklärt. Zunächst besuchten wir den Federengel-Stand. Hier konnten wir der Erfinderin der einzigartigen Engelchen einige Fragen zu ihrem Produkt stellen. Tatsächlich ist sie ein ganzes Jahr mit der Herstellung der Federengel u.a. für den Münchner Christkindlmarkt beschäftigt. Alle Engelchen sind nämlich in Handarbeit gefertigt und sogar spezielle Kundenwünsche nach z.B. einem strickenden Engel werden erfüllt. Wer es nicht auf den Münchner Christkindlmarkt schafft, der hat Glück, denn es gibt auch einen Online Shop, über den man das ganze Jahr über Engelchen bekommen kann.

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Weihnachtsgurke

Ein Brauch, den ich tatsächlich schon kannte, aber bei vielen für Schmunzeleien gesorgt hat: Die Weihnachtsgurke! Am Stand No. 57 konnten wir exotischen Christbaumschmuck bewundern und ich habe wieder etwas dazugelernt, denn die aussergewöhnlichen Formen von Christbaumschmuck sind keineswegs besonders modern! Eigentlich hat man schon früher mit bunten Tieren und beeindruckenden Motiven geschmückt um die graue Zeit ein wenig farbiger zu gestalten. Die schlichten Christbaumkugeln, die wir heute verwenden, sind tatsächlich eine moderne Art des Schmückens.

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Nun aber zur Weihnachtsgurke: Dieses kleine Schmuckstück wird ebenfalls an den Christbaum gehängt und derjenige, der die Weihnachtsgurke findet, der bekommt ein extra Geschenk. Für Kinder gibt es dazu größere Gurken aber richtig Spaß macht es laut Shopinhaber nur mit der „Fortgeschrittenengurke“ in dunkelgrün und ca. 3 cm groß. Unsere Mama hat vor wenigen Jahren zum ersten Mal eine Weihnachtsgurke an ihren Baum gehängt. Sie wiederum hat den Brauch bei einer Reise in die USA kennengelernt und für uns übernommen. Und: Findet ihr die Weihnachtsgurke(n) in einem der Bilder?!

Lammfell

Ein Stand, an dem mich die Shoppinglust hinterrücks überfallen hat, war der von Lammfell Laurich. Aber die kleinen Babyschühchen aus wärmendem Lammfell waren einfach zu putzig, sind natürlich auch oberkuschelig und stammen aus Oberbayern. Für mein Münchner Kindl also perfekt! Und ich kann euch sagen, dass es gar nicht so einfach ist echte Lammfellschuhe in Größe 15 zu ergattern. Ich hatte nämlich schon diverse Shoppingportale danach abgesucht. Wenn ihr also Babys im Bekanntenkreis habt oder ihr selbst, dann schaut unbedingt mal an diesem Stand vorbei. Das meistverkaufte Produkt ist übrigens der Lammfellaufsatz für den Fahrradsattel. Nicht weil er kaputt gehen würde, sondern weil er laut den Betreibern einfach sehr oft gestohlen wird. 😉 Hätte ich ja auch gern, so einen kuscheligen und warmen Sattel!

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Flammlachs

Den Abschluss meines Posts bildet dann doch wieder etwas kulinarisches: Der Flammlachs! An der Kleinen Fischhütt’n am Rindermarkt (Direkt neben dem Stachelbier! – Siehe Post vom letzten Jahr) gibt es Fischsuppe, Kartoffelsuppe mit Flammlachs oder Flammlachssemmeln. Ich hatte ja schonmal von meiner Fischsemmel-Sucht auf der Wiesn erzählt; auf dem Christkindlmarkt wird das wohl jetzt die Flammlachssucht. (Auf dem Winter-Tollwood ist es übrigens der Langos…)

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Was ist eure Christkindlmarkt-Sucht? Und habt ihr mich und/oder die Weihnachtsgurke(n) gefunden?

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