Naturkosmetik – Was genau ist das?

Heya Leute! Vor nicht allzulanger Zeit habe ich mit euch über vegane Pflegeprodukte geredet. Dort haben wir herausgefunden, was „vegan“ in diesem Zusammenhang überhaupt bedeutet, und dass das Ganze drum und dran gar nicht so einfach zu verstehen ist. Das selbige empfinde ich, wenns ums Thema „Naturkosmetik“ geht. „Natur“ hört sich natürlich immer ausgesprochen gut an. Natur ist doch sofort gleichzusetzen mit „gut für uns“, oder? Aber was zur Hölle bedeutet „Natur“ in diesem Zusammenhang denn ganz genau? Diese Frage habe ich mir gestellt und wenn ich mir diese Frage stelle, na dann tun das bestimmt auch noch andere Leute da draussen. Andere Leute haben aber vielleicht keinen Blog, auf dem sie das Recherchierte teilen können. Deswegen habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, eben jenes zu tun.

Naturkosmetik
       Foto: Adrian Motroc
 

Unterschied Naturkosmetik – Herkömmliche Kosmetik

Der Unterschied zwischen Naturkosmetik und herkömmlicher bzw. „normaler“ Kosmetik sind deren Inhaltsstoffe. Natürliche Kosmetikprodukte enthalten rein natürliche Inhaltsstoffe, die reich an Vitaminen, feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen und Antioxidantien sind. Sie fördern und regen natürliche Prozesse in der Haut an. Herkömmliche Kosmetik hingegen kann Kunststoffe wie Konservierungsstoffe, künstliche Farb- oder Duftstoffe enthalten. Natürliche Kosmetikprodukte sollen demnach schonender sowohl für den Körper, als auch für die Umwelt sein. Achtung: Es gibt keine allgemeingültige, geschützte Definition von Naturkosmetik. Demnach können im Grunde alle Firmen den Begriff „Naturkosmetik“ auf die Verpackung haun. Deswegen geht’s hier zu einer Liste von Naturkosmetik-Siegeln in Deutschland.

Beispiele für Unterschiede in den Hautpflegeprodukten

  • Öle – In der Naturkosmetik werden diese pflanzlich und kalt gepresst. Herkömmliche Kosmetika verwenden billigere Mineralöle, oder sogar Nebenprodukte von Petroleum – welches die Haut vollständig versiegelt und sie nicht atmen lässt
  • Wachse – In der natürlichen Hautpflege werden pflanzliche oder tierische Wachse (Bienenwachs und Lanolin) verwendet (=>nicht vegan!). In herkömmlichen Kosmetika werden Wachse von Mineralien gewonnen – Paraffin, Polymeren von Ethylen und Propylen, synthetischen Estern oder Polyethylenglykol (PEGs). Wie oben erwähnt, blockieren sie die normale Funktion der Talg- und Schweißdrüsen und können zu einer Verstopfung der Hautporen führen
  • Emulgatoren – Emulgatoren sind Substanzen, die Wasser mit Ölen verbinden. In der Naturkosmetik handelt es sich dabei um pflanzliche Substanzen. In der konventionellen Kosmetik sind die Emulgatoren wiederrum PEGs (unter anderem), die die Haut schwächen und mit vielen Allergien und Hautempfindlichkeiten verbunden sind
  • Düfte – Die Naturkosmetik verwendet ätherische Öle, während konventionelle Kosmetika synthetische Düfte benutzen. Die gebräuchliche Kennzeichnung für synthetische Riechstoffe ist „Parfüm“ oder „Fragrance/Duft“. Hierbei ist zu beachten, dass einige Menschen empfindlicher gegenüber bestimmten ätherischen Ölen als den synthetischen Ölen sein können, von daher ist die Naturkosmetik in diesem Beriech nicht unbedingt vorteilig.
  • Konservierungsmittel – Hersteller von Naturkosmetik haben mehr Mühe und weniger Auswahlmöglichkeiten, um ihre Kosmetika zu konservieren, die größtenteils aus biologischem Anbau bestehen und daher der Nährboden für Bakterien und Mikroben sind. Es gibt nur begrenzte Möglichkeiten, Substanzen zu verwenden, die die mikrobiologische Reinheit wirksam gewährleisten und gleichzeitig natürlich und für unseren Körper unbedenklich sind. Herkömmliche Kosmetikhersteller haben viele Optionen für synthetische Konservierungsmittel und neigen dazu, mehr davon in ihre Kosmetik zu geben, um sie bis zu 3 Jahre haltbar zu machen. Die Zeit für die Verwendung von Naturkosmetik ist in der Regel viel kürzer als bei herkömmlichen Kosmetika. Synthetische Konservierungsstoffe sind der Hauptverursacher von Hautallergien und viele dieser Inhaltsstoffe werden als endokrine Disruptoren identifiziert.
  • Farbstoffe – Naturkosmetik verwendet keine synthetischen Farbstoffe. Theoretisch allerdings verwendbar: Mineralpigmente in vorgeschriebenen Dosierungen
  • UV-Schutzmittel – In der Naturkosmetik werden nur mineralische Schutzmittel wie Zinkoxid oder Titandioxid verwendet. Herkömmliche Kosmetika verwenden synthetische Schutzmittel.

Bee Naturalles

 

Ist Naturkosmetik besser für die Umwelt?

Der Kosmetikmarkt produziert jährlich Berge von Plastikmüll, aber auch die einzelnen Inhaltsstoffe spielen eine wichtige Rolle. Naturkosmetik enthält keine umweltschädlichen Inhaltsstoffe wie Mikroplastik.

Mikroplastik sind kleine Kunststoffteilchen, die in zahlreichen herkömmlichen kosmetischen Produkten wie Peelings und Zahnpasta enthalten sind, wobei viele dieser Teilchen Weichmacher und Phthalate enthalten, die hormonell aktiv oder sogar toxisch sein können. Diese winzigen Partikel werden über unsere Entwässerungssysteme in der Umwelt freigesetzt. Darüber hinaus reichern sich auf der Oberfläche von Mikroplastiken Umweltgifte an.

Heutzutage ist die Anzahl der Mikroplastiken so stark angestiegen, dass sie in unserer Lebensmittelkette und in einigen Fällen in unserem Trinkwasser sichtbar werden. Dies kann nur beendet werden, wenn wir die Verwendung von Produkten, die diese enthalten, ablehnen.

Und dann haben wir noch das liebe Palmöl: In der Biokosmetik wird kein Palmöl benutzt (klick hier für meinen Artikel zu Palmöl), für das Regenwälder abgeholzt oder brandgerodet werden.

Viele Naturkosmetikmarken haben begonnen, alternative, biologisch abbaubare Verpackungen zu verwenden. Es gibt auch einige Naturkosmetikprodukte auf dem Markt, die überhaupt nicht in Verpackungen verpackt sind. Glücklicherweise wird dieser Trend immer beliebter.

Für echte Naturkosmetik-Hersteller kommen natürlich ebenso keine Tierversuche in Frage und es gibt vermehrt vegane Produkte.

Deswegen ein klares: JA, NATURKOSMETIK IST BESSER FÜR DIE UMWELT und für TIERE.

Fazit

Naturkosmetik kommt im Vergleich zur herkömmlichen Kosmetik in fast allen Punkten besser davon. Dies heißt zwar nicht automatisch, dass „Natur“ = „besser“. Es gibt natürliche Kosmetika, die schlechte Qualität aufweisen und wiederrum herkömmliche Kosmetika, die mit einer Wahnsinns-Qualität überzeugen können. Allerdings kann man davon ausgehen, dass Naturkosmetik meist besser für einen ist, da weniger mit Chemikalien etc gearbeitet wird, die Allergien oder unerforschte Nebenwirkugen auslösen können. Riskante oder umstrittene Stoffe kommen mit Benutzung von Naturkosmetik erst gar nicht in die Nähe unserer Haut. Außerdem leben wir in Zeiten, in denen man dazu verpflichtet ist, sich um unsere Umwelt zu kümmern und zu achten. Deswegen lege ich jedem ans Herz, mehr auf Naturkosmetik zu setzen.

Generell ist wie so oft der Konsument gefragt – check die Inhaltsstoffe des gewünschten Produkts bzw. recherchier vor Kauf darüber. Ist zwar immer ein bisschen zeitaufwendig, aber zum Glück leben wir ja in der Zeit des Internets und man kommt an gewünschte Informationen meist relativ schnell und leicht heran. Mich nervt das Ganze zwar immer ein bisschen, allerdings ist mir meine Gesundheit doch noch am aller wichtigsten und deswegen sollten wir alle die paar Minuten des Tages dafür opfern können. Und wie wir alle wissen: Vorsicht ist besser als Nachsicht 🙂

Beyer’s Oil

Am Ende meines Posts habe ich noch ein Schmankerl für diejenigen Naturkosmetikliebhaber unter euch, die Bart tragen bzw. diejenigen, die Bartträger daten. Auf unserem Blogger-Event Klön un Kieken vor ein paar Monaten, durften wir drei Apples Bastian von „Beyer’s Oil“ kennenlernen. Bastian hat uns dort seine Marke vorgestellt, die zu 100 % natürliche Inhaltsstoffe für dessen Produkte verwendet. Bastian’s Produkte spezialisieren sich hauptsächlich auf Bartpflege, wie z.B. Bartöl, Bartshampoo und Bartseife. Allerdings kann das Bartöl z.B. auch von Frauen als Gesichts- oder Handpflege verwendet werden. Ich hab’s ausprobiert und es funktioniert! Das Bartöl lässt die Haut super geschmeidig werden und versorgt hauptsächlich mit Feuchtigkeit. Es enthält Jojobaöl aus kontrolliert biologischem Anbau, sowie ätherische Öle (z.B. Eisenkraut) plus Bergamotte und Lavendel und riecht dementsprechend mega gut! Ich hab meinem Freund ein Fläschen mitgenommen und er ist vollauf begeistert! Sein Bart juckt nicht mehr so stark, ich find’s beim Küssen weniger kratzig und wir beiden riechen gut…ja kann’s denn noch irgendwie besser werden??? Na, eben ned.

Naturkosmetik

Ich hoffe, mein Post konnte ein wenig zur Aufklärung bezüglich des Themas Naturkosmetik beitragen. Ich selbst habe mir zwecks dieser Recherche vorgenommen, besser darauf zu achten, was ich in mein Gesicht bzw. auf meine Haut generell klatsche. Die ist mir nämlich schon ganz lieb. Genau so wie die Umwelt. Ein Hoch auf Naturkosmetik also!

Sanny over & out

Das Beyer’s Oil und Shampoo wurde mir im Rahmen des Blogevents von Klön un Kieken kostenfrei zur Verfügung gestellt.

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