Let’s talk about „Agavendicksaft“

Hey hey meine Lieben! Yep, heute gibt’s mal wieder einen „Blick hinter die Kulissen“ bezüglich eines bestimmten Lebensmittels: dem – meiner Meinung nach – himmlischen Agavendicksaft. Wie kommt’s zu dem Ganzen? Ganz einfach: weil ich das Zeug seit ein paar Wochen ungefähr in fast jeder Mahlzeit die ich zu mir nehme verwende. Ich find’s einfach SO gut. Aber zwecks der Tatsache, dass ich dieses Süßungsmittel so oft kaufen gehen muss, weil es ca. nach drei Tagen des Erwerbs schon wieder zur Neige geht, keimte in mir irgendwie die Frage auf, ob dieses Produkt überhaupt gut für mich ist. Von daher: Sanny recherchiert mal. Und weil ich das sowieso mache, dachte ich mir, kann ich euch ja auch gleich an meinen Erkenntnissen teilhaben lassen! Ich bin ja nicht so…

Also gleich mal vorne weg: anscheinend ist Agavendicksaft überhaupt gar nicht gesund und anscheinend hat das auch schon jeder gewusst außer ich. Ein paar Google-Recherchen zu Folge wird mein Lieblingssüßungsmittel sogar als „giftiger als Zucker“ verteufelt, na danke dafür! „Ja hoppala“ dachte ich mir dann und wollte natürlich die Gründe dafür erfahren. Aber erst mal zu ein paar

Fakten:

  • Agavendicksaft kommt – wer hätte das gedacht – von der Agave (hauptsächlich Mexico)
  • Yep, Agave ist die Pflanze, aus der auch Tequila hergestellt wird
  • Wahrscheinlich mag ich deswegen den Geschmack so?! (Sorry, kein Fakt, nur ne Annahme)
  • Der Saft wird gefiltert und eingekocht, bis ein Sirup entsteht
  • Besteht fast zu 100 % aus Fruktose (Fruchtzucker, zwecks Pflanze und so 😉 )

Gesund oder nicht?

  • Agavendicksaft enthält mehr Mineralstoffe als Zucker. Das ist ja schon mal was! +
  • Dieser Anteil an Mineralstoffen scheint aber immer noch so gering, dass man literweise Agavensirup essen müsste, um davon zu profitieren
  • Agavensirup hat allerdings einen niedrigeren glykämischen Index (lässt Blutzucker nicht so rasant ansteigen) als normaler Zucker +
  • und hat auch weniger Kalorien +
  • Anscheinend wird Fruktose häufig nicht ganz so gut von menschlichen Körpern vertragen
  • vegan! (offensichtlich, musste aber irgendwie noch einen Pluspunkt reinschmuggeln) +

Da hauptsächlich aus Mexiko importiert werden muss, lässt das Sirup eine weite Strecke hinter sich, um von mir gekauft zu werden => so ziemlich das Gegenteil von umweltschonend

Gedanken:

Ja kacke, was mach ich denn jetzt? Ich habe meinem Freund erst vor Kurzem meine „neue geheime Zutat“ gezeigt, mein Agavensirup, und ich habe auch ihn davon überzeugt, dass (fast) jedes (nicht komplett herzhaftes) Gericht mit einem Spritzer Agavendicksaft einfach nochmal ein bisschen besser schmeckt. Das i-Tüpfelchen quasi. Hab’s z.B. auch hier oder hier verwendet. Wie soll ich ihm denn das jetzt beibringen, dass wir da nichts Gutes tun? haha.

Wie ich beim Durchlesen vieler Artikel bemerkt habe, bin ich – wie schon erwähnt – anscheinend die letzte Person auf Erden, die den „sensationell gesunden“ Agavendicksaft als eben „nicht gesund“ erkennt. Na ja gut, so lange man sich mit Themen nicht beschäftigt, kann man auch nicht wirklich darüber Bescheid wissen, weil einem ja generell von der Medienwelt das vorgegaukelt wird, was die wollen. Marketing halt. Mich nervt’s irgendwie, dass ich immer noch auf sowas hereinfalle, da ich es schließlich besser wissen müsste ^^. ABER ich bin ja auch nur ein Mensch und denk mir mal, dass ich mich dennoch mehr mit Lebensmitteln(inhalten) beschäftige als so manch anderer, deswegen: keine Selbstgeisselung liebe Sanny!

Was nun?

Natürlich stößt man beim Recherchieren dann auf „bessere Alternativen“ für mein Lieblingssüßungsmittel. Hab ich mir auch alle angeschaut. „Normaler“ Zucker ist ja wie wir alle wissen nicht das Gelbe vom Ei (woher kommt eigentlich dieses Sprichwort? Kann man das als Veganer sagen? Google ich gleich), Ahornsirup ist so ziemlich das Gleiche wie Agavendicksaft; Stevia hat zwar keine Kalorien, hat aber so nen komischen Geschmack; Süßstoff ist vermutlich von allem das ungesündeste und Honig kommt für mich nicht in Frage. Was dann u.a. noch übrig bleibt wäre Kokosblütenzucker bzw. Kokosblütensirup und Xucker/Xylit.

Eine passende Alternative zu meinem „secret ingredient“ (das halt alles wirklich einfach besser macht! Ich kanns nicht oft genug betonen), muss dem Geschmack, dem Aussehen und der Konsistenz dessen gleichen. Am besten so zu 99 %. 😉

Kokosblütenzucker hat anscheinend zwar genau so viele Kalorien wie Haushaltszucker, allerdings auch einen niedrigen glykämischen Index plus Vitamine. Außerdem wird er ressourcenschonend gewonnen und ist der nachhaltigsten Süßstoff der Welt. Das mag ich!

Xucker ist kalorienärmer als Haushaltszucker und schüttet beim Konsum kein Insulin aus (ich glaub wie bei Stevia falls ich da richtig lieg?! Zu faul zum googlen :D). Hergestellt wird Xucker vor allem in Europa, d.h. Umweltfreundlichkeit ist definitiv besser als bei Agavendicksaft. Mag ich auch! Und meine Schwestern schwören ja darauf und haben auch schon sooo viel damit „gearbeitet“ (siehe hier oder hier). Und was meine Schwestern lieben, kann ja gar nicht verkehrt sein, gell?!

Ich gebe das Agavensirup immer so gerne über normalerweise deftige Gerichte. Deswegen kann die Alternative kein Pulver sein. Da scheidet dann Xucker und Kokosblütenzucker quasi aus, Kokosblütensirup gibt’s aber anscheinend einfach im Supermarkt zu kaufen. Gleich neben dem Agavensirup. Hab ich irgendwie bisher nie gesehen. Oder ignoriert. Das ist wie mit einer Beziehung: wenn man meint man hat den richtigen, dann nimmt man andere gar nicht wahr.

Fazit also: ich werde mich sowohl an Kokosblütensirup (wenns flüssig sein soll) als auch an Xucker (wenns Pulver sein soll) versuchen. Man soll ja allem mal eine Chance geben. Vermutlich schmecken und gefallen mir die Alternativen am Ende eh viel besser. Da kommt mir tatsächlich wieder das Beziehungsbeispiel in den Kopf: erst mal gemerkt, dass das Ganze irgendwie doch nicht das Wahre ist, hat man was besseres gefunden 😉

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1 comment

  1. Toller Artikel!
    Für flüssige Sirup Alternativen kannst du z.B. auch Apfeldicksaft oder Birnendicksaft verwenden, könntest du auch selber machen und alles aus Heimischen Obst.
    Grüße
    Jesse Gabriel

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