Bermuda – Fortbewegung, Food, Übernachtung

In meinem ersten Bermuda-Post ging es um einige grundlegende Fakten. Hier kommt Teil II zu dieser Reihe, der sich mit Fortbewegung, Food und Übernachtung beschäftigt!

Bermuda – Fortbewegung, Food, Übernachtung

1. Straßenverkehr

Bermuda ist ehemals britisches Kolonialgebiet und so herrscht hier Linksverkehr. Die Straßen sind sehr eng und noch aus einer Zeit, in der man mit der Pferdekutsche unterwegs war. Auf Bermuda kann man sich kein Mietauto leihen und man ist auf Scooter, den Bus oder seine eigene Fitness angewiesen.

Warum kein Mietauto? Auf der kleinen Insel Bermuda ist die Anzahl der Autos auf ein Auto pro Haushalt begrenzt. Und diese Autos sind meist sehr klein. Denn je größer ein Auto ist, umso mehr muss der Besitzer an Steuern bezahlen!

Dafür hat jeder Haushalt mindestens einen Scooter zusätzlich. Auf der Insel ist die beliebteste Fortbewegungsmöglichkeit definitiv der Motorroller. Wir haben uns allerdings für eine weitere Möglichkeit der Fortbewegung entschieden: Busfahren!

2. Bus-Fahren

Durch die engen, hügeligen Straßen Bermudas mit Linksverkehr und zu zweit auf einem Motorroller zu cruisen war uns nicht ganz Geheuer. Deshalb haben wir uns gegen das Scootermieten und für das Busfahren entschieden.

Auf Bermuda gibt es ein sehr gutes Busnetz, mit dem man in wirklich jede Ecke Bermudas kommt. Die Bustickets kosteten für uns beide und für 7 Tage 124$ und sind damit aber noch um einiges günstiger als die Rollermiete für diese Dauer. Ganz zu schweigen von den Benzinkosten! Man könnte auch mit Tokens oder in Bar mit Münzen bezahlen. Allerdings muss man diese immer passend parat haben!

Doch Busfahren will gelernt sein! Die größte Stadt Bermudas ist Hamilton. Die Busse fahren alle entweder von Hamilton weg oder nach Hamilton. Will man auf die andere Seite der Insel steigt man in der Regel in Hamilton um. Die Bus“Haltestellen“ sind manchmal kleine Häuschen wie bei uns. Meistens allerdings gibt es einfach nur pinke oder blaue Stempen, die am Straßenrand in einem Gebüsch stehen!  Die pinken Haltestellen weisen darauf hin, dass dieser Bus nach Hamilton fährt. Bei blauen Haltestellen fährt man von Hamilton weg.

bushaltestellen bermuda

Auf den engen Straßen zur Haltestelle zu laufen, wenn neben einem die Autos vorbeibrettern (okay, Maximalgeschwindigkeit ist 35km/h…) kam uns teilweise schon etwas gefährlich vor! Trotzdem möchten wir das Busfahren nicht missen, denn man lernt Land und Leute einfach besser kennen, wenn man sich unter den Einheimischen bewegt!

3. Freundlichkeit

Was uns besonders beeindruckt hat und warum wir das Busfahren so toll fanden: Die Bermudians sind wahnsinnig freundlich.

Dank fehlender Namensbeschriftung aller Haltestellen wussten wir natürlich nie wo wir Aussteigen sollen. Aber kein Problem, wir haben einfach immer den Busfahrer oder die -fahrerin informiert wo wir hin wollten und sie haben nie vergessen für uns anzuhalten und auch laut im Bus nach uns zu rufen, damit wir ja rechtzeitig aussteigen.

Beim Aussteigen bedankt sich jeder Fahrgast beim Fahrer mit „Thank you“ und meistens fügt man noch ein „Have a nice… (afternoon, evening, usw.) hinzu! Im Bus kennen sich irgendwie sowieso alle und jeder, der einsteigt begrüßt erstmal den halben Bus und natürlich den Fahrer und es gibt einiges zum Ratschen.

Generell ist auf der Insel überall diese wahnsinnige Freundlichkeit präsent. Ist man auf der Straße unterwegs wird man immer von allen Menschen gegrüßt. Teilweise begrüßen sich die Bermudians auch noch im Vorbeifahren und hupen Leute an der Bushaltestelle oder auch andere Autos an. Wir haben uns gleich eingelebt und waren ganz beseelt von so viel Freundlichkeit.

Nach Bermuda waren wir noch 2 Wochen in den USA, da fanden wir diese vergleichsweise Unfreundlichkeit gleich ganz erschreckend!

4. Essen

Jetzt geht es um Bermudische Essensspezialitäten: Natürlich gibt es – dank des Kolonialisierers – sehr viele englische Pubs auf Bermuda. Wir haben bei unserem Aufenthalt zwei getestet, die wir vorbehaltslos weiterempfehen können!

Eine Spezialität war die sogenannte Fish Chowder. Eine dunkle Fischsuppe, die man selbst mit einem Gemisch aus Sherry und Black Rum verfeinert. Wir hatten dies Suppe im Frog & Onion Pub.

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Auch empfehlen möchten wir das Swizzle Inn, das es auf der Insel sogar zweimal gibt. Hier hatten wir fantastisches Fleisch und auch eine weitere bermudische Spezialität: Den Rum Swizzle! Ein Gemisch aus Fruchtsaft und dem Bermudian Black Rum auf Eis.

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Des weiteren sollte man auf einer Insel natürlich frischen Fisch verspeisen. Da wir auch zu Hause sehr gerne Sushi essen, gingen wir in das Pearl in Hamilton, das wirklich hervorragende Sushis serviert und mit einem Blick auf das Meer zu begeistern wusste!

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Eine süße Spezialität hat Bermuda auch noch zu bieten: Den Bermuda Rum Cake. Den gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen zu kaufen und wir entschieden uns – wie soll es anders sein – für den Rum Swizzle, den wir auf unserer Terrasse verspeisten!

DSC010005. Übernachtung

Auf Bermuda kann man sich natürlich in einigen der vorhanden Hotels einmieten. Das, das uns im Vorbeifahren am beeindruckendsten erschien war definitiv das The Reefs.

Wir haben uns allerdings zum ersten Mal für ein Apartment entschieden, dass wir über AirBnB gemietet hatten. Für Bermuda die perfekte Wahl! Unser Apartment lag im Bezirk Southhampton direkt an der Küste. Wir hatten also perfekte Sonnenauf und – untergänge direkt vom Schlafzimmer aus. Außerdem war ein Infinity-Pool dabei, der wirklich beeindruckte!

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Da Bermuda sehr viele verschiedene, wunderschöne Strände hat wollten wir unsere Zeit nicht nur an einem Hotelstrand verbringen. Und so sind wir immer von unserem Apartment aus mit dem Bus zu Stränden, Städten und anderen Sighs getingelt. Am Abend gab es noch einen Swim im Infinity-Pool und das ein oder andere Getränk auf der Terrasse direkt am Meer.

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Das Apartment kostet für eine Woche gut 2000 €. Allerdings kein Vergleich zu den Hotelpreisen, die maximal Frühstück inkludiert hatten!

Im nächsten Post zeige ich endlich die wahnsinns Strände von Bermuda!

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